Hier weht der Wind der Zukunft

Im südöstlichen Teil Brandenburgs entsteht derzeit mit dem Windpark Bahren West eines der ambitioniertesten Wald-Windprojekte Europas.

Fakten

0Vestas V150

Anlagen Mit der Vestas V150 kommt hier die modernste Anlagengeneration mit 5 MW Leistung, 166 m Nabenhöhe und 150 m Rotordurchmesser zum Einsatz.

0MW Gesamtleistung

Leistung 100 MW installierte Leistung – damit gehört der neue Windpark zu den größten in Europa und trägt einen wesentlichen Teil zur Energiewende bei.

0versorgte Haushalte

Haushalte Das neue Wind-Projekt erzeugt Strom für etwa 100.000 Haushalte. Das entspricht fast 90 % aller Haushalte in der Region Spree-Neiße inklusive Cottbus.

0t CO2-Einsparung

CO2-Einsparung Der klimafreundliche Ökostrom aus dem Windpark Bahren West trägt pro Jahr mit einem Anteil von 225.000 Tonnen zur CO2-Einsparung bei.

0€ für Mensch und Natur

Ausgleich vor Ort Ob Aufforstung, Teichsanierung oder die Gestaltung von Alleen – wir investieren in sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen und setzen diese vor Ort um.

Windkraft mit Weitsicht

Der Windpark Bahren West lässt Raum für Natur, Wald und Mensch.

Seit jeher haben menschliche Aktivitäten das Landschaftsbild geformt und immer neuen Veränderungen unterworfen. Heute helfen fotografische Visualisierungen, die Vereinbarkeit einer Planung mit den Belangen des Landschaftsschutzes vorab zu bewerten – auch im Wald-Windpark Bahren West.

Der im Südosten Brandenburgs gelegene Standort des neuen Windparks befindet sich im Landkreis Spree-Neiße in der Gemeinde Neiße-Malxetal, Ortsteil Jerischke. Er liegt südlich der Autobahn A15 im Bereich der Abfahrt Klein Bademeusel. Große Teile des Vorhabengebiets werden intensiv forstwirtschaftlich genutzt. Es dominieren weitläufige, monostrukturierte Kiefernforste mittlerer Altersklassen.

Standortübersicht

Windenergie zwischen Radwanderweg und Geologie-Pfad

Windenergieanlagen im Wald überragen natürlich die Waldsilhouette und prägen damit das Landschaftsbild. Gleichzeitig schränkt der Wald an vielen Stellen auch die Sichtbarkeit ein. So verschattet bei Jerischke der Weinberg die Sicht und auch von Teichhäuser wird der Windpark nur begrenzt wahrnehmbar sein. Die Orte Raden und Bahren werden eher die Längsseiten des Windparks sehen.

Innerhalb des Windparks ist der Wald von zwei Schneisen durchzogen. Hier kann es Sichtbeziehungen zu den Anlagen geben. Auch am Radwanderweg (Jerischker Endmoräne/Neißetal-Tour), der eine der beiden Waldschneisen kreuzt, oder am Geologie-Wanderpfad, der sich am Rande einer der Waldschneisen erstreckt, werden die Anlagen punktuell wahrnehmbar sein. Einen Blick auf den vollständigen Windpark wird es an keiner Stelle geben.

What you see is what you get

Mit Hilfe fotografischer Visualisierungen können wir die Vereinbarkeit einer Windpark-Planung mit den Belangen des Landschaftsschutzes heute schon sehr gut vorab bewerten. Für die Visualisierung hat OSTWIND mit dem Cottbusser Büro LUTRA Büro für Umweltplanung sowie dem Planungsbüro Wolff zwei ausgewiesene Spezialisten beauftragt. Sie können in der Karte verschiedene Perspektiven anklicken und so einen realistischen Eindruck vom zukünftigen Windpark Bahren West erhalten.

Bademeusel Nachher
Bademeusel Vorher
Bahren Nachher
Bahren Vorher
Jerischke Nachher
Jerischke Vorher
Raden Nachher
Raden Vorher
Teichhäuser Nachher
Teichhäuser Vorher

So funktioniert die Vorher-Nachher-Visualisierung

Die Vorher-Nachher-Bilder werden auf der Basis von Fotos mit genauen GPS-Koordinaten und Richtungsvektoren generiert. Aus der bekannten technischen Konstellation der Anlagen und den vorgegebenen Fotoparametern wird ein neues Bild mit genau dem gleichen Ausschnitt und der exakt gleichen Bildgeometrie erstellt. Es zeigt den zukünftigen Windpark aus verschiedenen Blickrichtungen und zwar genau in dem Maßstab, wie er später in der Realität wahrgenommen wird. Deshalb: What you see is what you get!

Flächen sparen, Forst schonen

Der durchschnittliche Flächenbedarf einer modernen Windkraftanlage von ca. 3750 qm entspricht einem halben Fußballfeld.

Der Flächenbedarf einer heute üblichen Windenergieanlage beträgt zwischen 0,4 und 1 Hektar, abhängig vom Anlagentyp und der Standortbeschaffenheit. Ein großer Teil der Flächen, die während der Bau- und Betriebsphase Flächen durch Bauwerksfundamente, Kranstellflächen, Lager- und Rüstflächen sowie Zuwegungen in Anspruch genommen, wird allerdings sofort nach Abschluss der Bauphase rekultiviert, wieder bewaldet oder mit üppigem Kleinbewuchs begrünt.

Aber auch die übrigen Flächen sind auf eine 20-jährige Betriebszeit ausgerichtet und werden nach dem Rückbau der Anlagen wieder aufgeforstet. Wo also heute Wald ist, wird er auch nach der Betriebszeit der Anlagen wieder sein – wenn möglich sogar ökologisch aufgewertet und in größerer Vielfalt.

Projekthistorie und -ausblick

Ein Gewinn für die ganze Region

Ein Gewinn für die ganze Region

Der Windpark Bahren West ermöglicht Wertschöpfung, die „im Dorf“ bleibt und vor Ort ihre positive Wirkung entfaltet.

Am Beispiel des Windparks Bahren West zeigt sich: Es gibt viele Wege, wie Kommunen in der Nähe von Windparks profitieren können. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen – gemeinsam mit den BürgerInnen und Verantwortlichen am Ort!

Wir stärken Land und Leute

Allein aufgrund seiner Dimension hat das neue Windprojekt eine ungeheure Ausstrahlung in die Region und darüber hinaus. Unser Anspruch ist es, dass dieses außergewöhnliche Vorhaben in besonderem Maß den Menschen und Gemeinden am Standort zugute kommt - in ganz konkreten Projekten und gemeinsam abgestimmten Maßnahmen.

Wir sorgen für langfristige Einnahmen

Der neue Windpark bringt der Gemeinde Neiße-Malxetal jährliche Einnahmen, die über die gesamte Laufzeit der Anlagen gesichert sind. Zusätzlich fließen die Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark zu mindestens 70 Prozent an die Standortgemeinde. Das ist gesetzlich garantiert. Und auch aus den Pachteinnahmen für das Projekt stehen Mittel für langfristige Investitionen „im Dorf“ zur Verfügung, die die lokale Kauf- und Investitionskraft stärken.

Wir unterstützen lokale Initiativen

OSTWIND engagiert sich dort, wo die Region sozial, kulturell und ökologisch mit Leben erfüllt wird. Seit Jahren zum Beispiel für das Brückenfest in Zelz oder die Volleympics in Forst. Schreiben Sie uns, wenn Sie ein unterstützenswertes Projekt mit Vorbildcharakter kennen.

Wir geben dem Tourismus neue Impulse

Wir möchten, dass das Schloss Jerischke wieder in neuem Glanz erstrahlt – als attraktives Infozentrum für Erneuerbare Energien und regionale Produkte. Die Pachteinnahmen aus dem Windpark machen aber auch private Investitionen in den lokalen Tourismus möglich. Zum Beispiel, um einen echten Weinkeller und eine stilvolle Vinothek einzurichten. Im Bild: Hubert Marbach im seinem Weingut am Wolfshügel.

Wir setzen Zeichen für mehr Natur und Landschaft

„Unser Land und unser Dorf sollen schöner werden!“ Dazu können wir mit unseren Ausgleichsmaßnahmen einen gewichtigen Beitrag leisten. Gedacht ist an eine Sanierung der Teiche in und um Jerischke, an die Pflanzung von wertvollen Obstbäumen zwischen Klein Kölzig und Groß Kölzig und an gezielte Artenschutzprojekte in Absprache mit den Fachbehörden.

So schützen wir vor Schall und Schatten

Um optische und akustische Störungen durch Windkraftanlagen zu vermeiden, gelten strenge Auflagen – auch für den Windpark Bahren West.

Menschen sind tagtäglich und fast überall von moderner Technik umgeben. Windenergie zählt aber zu den unübersehbaren Technologien im Landschaftsbild. Verständlich also, dass sich AnwohnerInnen fragen, welchen Einfluss Windräder in der Nähe von Wohngebieten auf das Wohlbefinden haben.

Für eine erfolgreiche Energiewende ist die Zustimmung der Bevölkerung eine zentrale Voraussetzung. Um die Akzeptanz von Windenergieanlagen nachhaltig zu sichern und den Schutz vor negativen Einflüssen zu garantieren, wurden umfangreiche gesetzliche Regelungen verabschiedet. So gibt es eindeutige Lärmschutzrichtlinien für Windenergieanlagen in der Nähe von Wohngebieten. Die entsprechenden Abstandsregelungen müssen bei der Planung, Genehmigung und Errichtung berücksichtigt werden. Exakt definierte Immissionsschutz-Regelungen gelten darüber hinaus auch für den Schattenwurf der Rotorblätter. Der Schutz von Menschen und Umwelt genießt in Deutschland höchste Priorität, was sich in strikten Abstandsregelungen, Abschaltzeiten und gezielten technischen Maßnahmen widerspiegelt.

Wir setzen dem Schall klare Grenzen

Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte wurde beim Wald-Windpark Bahren West mit einem Schallgutachten nachgewiesen.

Das Berechnungsverfahren für Schallimmissionen („Interimsverfahren“) ist in der TA-Lärm (ISO 9613-2) festgelegt. Für die nächstgelegenen Ortschaften Bahren, Teichhäuser, Raden sowie Jerischke mit Entfernungen von ca. 1,05 km bis 1,9 km zu den Anlagenstandorten konnten daraus keine erheblichen Beeinträchtigungen durch Schallimmissionen abgeleitet werden. Bei den übrigen Siedlungsbereichen ist aufgrund des sehr großen Abstandes zu den Anlagen eine Beeinträchtigungen durch Schall gänzlich auszuschließen. So entsprechen 30 Dezibel der Geräuschkulisse eines sehr ruhigen Zimmers, des Tickens einer Armbanduhr oder von leichtem Wind. 40 Dezibel sind vergleichbar einem Flüstern, leiser Musik oder einer ruhigen Wohnstraße nachts.

Schallkarte - Standorte der Windkraftanlagen Schallkarte - Standorte der Windkraftanlagen Schallkarte - 50 bd(A) Schallkarte - 45 bd(A) Schallkarte - 40 bd(A) Schallkarte - 35 bd(A)
Schallkarte - 50 db(A) Schallkarte - Standorte der Windkraftanlagen Schallkarte - 50 bd(A) Schallkarte - 45 bd(A) Schallkarte - 40 bd(A) Schallkarte - 35 bd(A)
Schallkarte - 45 db(A) Schallkarte - Standorte der Windkraftanlagen Schallkarte - 50 bd(A) Schallkarte - 45 bd(A) Schallkarte - 40 bd(A) Schallkarte - 35 bd(A)
Schallkarte - 40 db(A) Schallkarte - Standorte der Windkraftanlagen Schallkarte - 50 bd(A) Schallkarte - 45 bd(A) Schallkarte - 40 bd(A) Schallkarte - 35 bd(A)
Schallkarte - 35 db(A) Schallkarte - Standorte der Windkraftanlagen Schallkarte - 50 bd(A) Schallkarte - 45 bd(A) Schallkarte - 40 bd(A) Schallkarte - 35 bd(A)

Gib dem Schall keine Chance!

Durch den Betrieb von Windenergieanlagen entstehen Schallemissionen. In unmittelbarer Nähe sind zum Beispiel Geräusche wahrnehmbar, die in der Anlage an Lüftern, Pumpen und Motoren entstehen. An den äußeren Bauteilen, wo schnelle und langsame Luftschichten aufeinandertreffen, treten jene Turbulenzen auf, die für die meisten hörbaren Geräusche verantwortlich sind. Inspiriert von der Natur und dem fast lautlosen Flug der Eulen, werden Rotorblätter heute mit einer Sägezahnung verbaut. Diese Zahnung in Verbindung mit abgeknickten Rotorblattspitzen, sogenannten Wing-Tips, führen zu einer starken Reduzierung von Schallemissionen.

Leiser als leichter Regen

In ihren neuen Leitlinien für Umgebungsgeräusche in Europa berücksichtigt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals auch die Geräusche von Windkraftanlagen. Für sie empfiehlt die WHO einen durchschnittlichen Grenzwert von maximal 45 Dezibel. Das ist leiser als leichter Regen – und wird heute schon bei allen neu genehmigten Projekten in Deutschland eingehalten. Geräusche zwischen einem Schallpegel von 40 bis etwa 65 Dezibel empfinden wir als leise, normal und angenehm. Laut wird es für uns ab einer Lautstärke von etwa 80 Dezibel. (Grafik: BWE)

Keine Angst vor Infraschall

Wie böiger Wind, die Meeresbrandung oder fahrende Autos erzeugen auch Windkraftanlagen Schall mit sehr niedrigen Frequenzen von unter 20 Hertz, sogenannten Infraschall. Laut Studien des Deutschen Naturschutzbunds und verschiedener Landesämter für Umwelt werden auch in unmittelbarer Nähe von Windrädern nicht ansatzweise gesundheitlich bedenkliche Schallpegel erreicht.

Wir halten den Schatten für Sie in Schach

Wo Licht ist, muss noch lange kein Schatten fallen

Wir halten den Schatten für Sie in Schacht

Abhängig von Wetterbedingungen, Windrichtung, Sonnenstand und Betrieb wirft eine Windenergieanlage mit ihren rotierenden Flügeln einen bewegten Schlagschatten. Dieser kann dann unangenehm sein, wenn der Schatten zum Beispiel ständig auf die Fenster eines Wohnhauses treffen würde. Um dem vorzubeugen, ist dieser Aspekt gesetzlich genau geregelt. Allerdings stehen in der Regel im „Schattenbereich“ von Windparks keine Wohngebäude. Weitere Reflexionen von Bauteilen werden durch besondere Lackierungen vermieden und sind deshalb nicht zu erwarten.

Laut Bundes-Immissionsschutzgesetz darf der Schattenwurf einer Windkraftanlage eine Dauer von 30 Minuten täglich und 30 Stunden im Jahr nicht überschreiten. Dies wird vor Inbetriebnahme am Computer simuliert und berechnet.

Kommt das für den Standort erstellte Schattengutachten zu dem Schluss, dass einzelne Anlagen doch einen Schatten werfen, müssen diese mit einem sogenannten Schattenwurfmodul ausgerüstet werden. Ein spezieller Sensor ermittelt die Umgebungshelligkeit sowie Sichtweite und schaltet die Windanlage ab, wenn an den betreffenden Häusern die vorgegebenen Grenzwerte erreicht sind.

Nächtliches Dauer-Blinken? Nicht mit uns!

Eine andere Quelle von Lichtemissionen stellt die nächtliche Hindernisbefeuerung dar. Die Deutsche Flugsicherung schreibt für Bauwerke ab einer bestimmten Höhe, zu denen auch Windenergieanlagen gehören, eine solche optische Kennzeichnung vor. Bisher leuchten diese Lichter praktisch in jeder Nacht – ganz gleich, ob ein Flugzeug in der Nähe ist oder nicht.

Blinken nur bei Bedarf

Für das Projekt Bahren West hat OSTWIND eine bessere Lösung: Ein automatisiertes Radar-System sorgt dafür, dass die Lichter nachts auch wirklich „ausgehen“ und das störende Blinken nur noch bei Bedarf erfolgt. Das System erkennt ein Flugzeug automatisch und schaltet nur in diesem Fall die vorgeschriebene Hinderniskennzeichnung ein (Grafik: BWE).

Klimaschutz ist Artenschutz

In Sachen Ökologie schauen wir genau hin: Mit qualifizierten Untersuchungen und modernster Technik setzen wir beim Wald-Windpark Bahren West innovative Naturschutzkonzepte um.

Langjährige Untersuchungen belegen, dass für fast alle Arten im Untersuchungsgebiet die gesetzlichen Abstände mehr als eingehalten werden. Zum Schutz des Seeadlers wird ein automatisches Radarsystem zum Einsatz kommen, um Kollisionen auszuschließen.

Mit den hohen Türmen der modernen Windenergieanlagen entsteht auch bei einem Wald-Windpark zwischen den Baumwipfeln und den Rotorblattspitzen ein ausreichend freier Raum von mehr als 60 Metern. Studien zeigen, dass die meisten Singvögel nur in geringen Höhen unterwegs sind und Zugvögeln den Windpark weiträumig umfliegen. Auch die meisten Fledermäuse jagen eher in geringen Flughöhen. Alle anderen fliegen nur bei ganz bestimmten Witterungsbedingungen, die schon bei der Steuerung der Anlagen berücksichtigt werden. Der wirksamste Schutz von Greif- und Raubvögeln lässt sich darüber hinaus durch ausreichende Abstände zu den Horstbäumen erreichen.

Erstmals in Deutschland wird bei diesem Projekt ein automatisches 3D-Radar-System zum Einsatz kommen. Dieses ist in der Lage, den hier lebenden Seeadler bei Flügen in seine Nahrungshabitate mit einem intelligenten Algorithmus „im Auge zu behalten“. Nähert er sich dabei den Windenergieanlagen, werden diese automatisch rechtzeitig gestoppt. Mit dem System wird es erstmalig möglich sein, während der Betriebszeit der Anlage, rund um die Uhr, bei jedem Wetter und sekundengenau zu erfassen, wie sich der Seeadler im Umfeld der Anlagen bewegt. Der Einsatz des Radarsystems wird vom Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) als neutralem fachlichen Berater begleitet.

Jetzt sind Sie gefragt!

Schreiben Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge für neue Naturprojekte rund um den Windpark Bahren West

In Deutschland gelten strenge Auflagen für den Bau von Windparks – auch in Bahren West. Schon im Planungs- und Genehmigungsprozess wird sichergestellt, dass die Auswirkungen auf Natur-, Artenschutz und Landschaftsbild so gering wie möglich bleiben. Zusätzlich tragen wir durch so genannte Ausgleichsmaßnahmen dazu bei, dass die Folgen für Natur und Umwelt kompensiert oder sogar ins Positive gewendet werden.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir im Windpark Bahren West mit unseren Ausgleichsmaßnahmen solche positiven Akzente für Natur und Landschaft setzen.

Wir glauben, dass die Menschen, die hier leben, am besten wissen, wo Projekte angesiedelt werden sollten, um den größten Nutzen für Natur und Landschaft rund um Jerischke zu erreichen. Um es Ihnen möglichst leicht zu machen, sich mit Ihren Ideen oder ganz konkreten Vorschlägen einzubringen, haben wir hierzu eine interaktive Karte eingestellt.

Setzen Sie Zeichen für mehr Natur in Ihrer Heimat

Auf dieser Online-Karte können Sie mit wenigen Klicks Ihr Projekt ortsgenau platzieren und Ihre Idee kurz skizzieren. Wir werden Ihre Vorschläge sammeln, auswerten und versuchen, so viele Anregungen wie möglich umzusetzen.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Auf dieser Online-Karte können Sie mit wenigen Klicks Ihr Projekt ortsgenau platzieren und Ihre Idee kurz skizzieren. Wir werden Ihre Vorschläge sammeln, auswerten und versuchen, so viele Anregungen wie möglich umzusetzen.

Meine Projektidee

Aktuelles

OSTWIND feiert mit

Fachdiskussion mit vielen Facetten

Erörterungstermin für den Windpark Bahren West

Im Landkreis Spree-Neiße in der Gemeinde Neiße-Malxetal, Ortsteil Jerischke sollen auf einem Waldstandort 20 Windenergieanlagen errichtet werden. Der im Rahmen des Genehmigungsverfahrens notwendige Erörterungstermin dazu fand am 3. April in Döbern statt.

Neben dem Artenschutz wurde dort auch über die Themen Infraschall, Brandschutz und den Abstand zu Siedlungsflächen zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Das KNE beantwortete in dem Termin Fragen zur Erprobung eines Radarsystems zur Verminderung von Vogelkollisionen am Standort. Es informierte insbesondere über den aktuellen Kenntnisstand und den noch bestehenden Klärungsbedarf bei der Anwendung technischer Systeme zur Kollisionsminderung.

Die Anwesenden tauschten sich darüber aus, welche Akteure bei der Erprobung beteiligt werden sollten und welche Rolle den einzelnen Beteiligten zukommt, damit ein wissenschaftlich fundiertes und neutrales Vorgehen gewährleistet werden kann. Noch in diesem Jahr soll die Erprobung des Radarsystems am Standort Bahren West beginnen.

Sie haben Ideen, wir machen sie wahr

Jetzt sind Sie gefragt!

Wir wollen im Windpark Bahren West  – gemeinsam mit Ihnen –  positive Akzente für Natur und Landschaft setzen. Gedacht ist beispielsweise an eine Sanierung des Jerischker Dorfteiches, an die Pflanzung von wertvollen Obstbäumen zwischen Klein Kölzig und Groß Kölzig, an Streuobstwiesen am Ufer der Neiße, an Blühwiesen und Imkerei-Grundausstattungen sowie an gezielte Artenschutzprojekte in Absprache mit den Fachbehörden.

Schreiben Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge für neue Naturprojekte rund um den Windpark Bahren West! Wir glauben, dass die Menschen, die hier leben, am besten wissen, wo Projekte angesiedelt werden sollten, um den größten Nutzen für Natur und Landschaft rund um Jerischke zu erreichen.

Setzen Sie Zeichen für mehr Natur und Landschaft in Ihrer Heimat!

Um es Ihnen möglichst leicht zu machen, sich mit Ihren Ideen oder schon ganz konkreten Vorschlägen einzubringen, haben wir auf der bekannten Projekt-Website unter www.windpark-bahren-west.de/#jetzt-sind-sie-gefragt eine interaktive Karte eingestellt. Auf dieser Online-Karte können Sie mit wenigen Klicks Ihr Projekt ortsgenau platzieren und Ihre Idee kurz skizzieren. Wir werden Ihre Vorschläge sammeln, auswerten und versuchen, so viele Anregungen wie möglich umzusetzen.

> Hier sind Sie gefragt!

 

 

Erörterungstermin in Döbern

am Mittwoch, den 3. April 2019, um 10 Uhr
im Sport-Casino des Vereinshauses des SV Döbern e. V.
in der Jahnstraße 6, 03159 Döbern.

Info-Reihe abgeschlossen, Arbeitsgruppe auf den Weg gebracht

Jetzt wird es konkret

Zum Abschluss der dreiteiligen Info-Reihe zum geplanten Windpark Bahren West hatte OSTWIND den renommierten Ornithologen Reinhard Vohwinkel eingeladen. Er erläuterte Hintergründe und Vorgehenswiese für die geplante Telemetrierung des Seeadlers.

Besonders beeindruckt zeigten sich die BesucherInnen dabei von dem dafür notwendigen technischen Gerät, das der Vogel-Fachmann vorführte. Vor dem faszinierten Publikum sprach er noch weitere Aspekte des Artenschutzes im Umfeld des Windprojekts an, darunter auch Fragen zum Schutz der Fledermäuse.

Erste Vereinbarungen gab es schließlich für eine lokale "Arbeitsgruppe Ausgleichsmaßnahmen", die sich schon in den nächsten Wochen treffen will. Der Fachgutachter Jürgen Borries lieferte dazu wichtige Informationen, wie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen funktionieren und wann Vorschläge der BürgerInnen eine Chance auf Realisierung haben.

Zweite Veranstaltung mit ersten Ergebnissen

Diskussion im Detail, Ideen en gros

Unter Beteiligung von Bürgermeister Eberhard Müller aus der Gemeinde Neiße-Malxetal und zahlreicher Anwohnerinnen und Anwohner entwickelte sich auch beim zweiten der insgesamt drei Info-Termine eine sehr lebhafte Diskussion und interessierte Nachfrage. Vor allem das Thema Brandschutz erhitzte die Gemüter und verlangte von den anwesenden Experten insbesondere der Feuerwehr stichhaltige Auskünfte.

Viele Ideen und erste Ergebnisse gab es zu der im Rahmen der Veranstaltungsreihe initiierten "Arbeitsgruppe Ausgleichsmaßnahmen". Vereinbart wurden Ort und Zeit der Treffen, die Anzahl der Beteiligten, aber auch, wo und wie die der Ergebnisse bekanntgegeben werden.

Das Thema wird auch bei unserer dritten und vorerst letzten Info-Veranstaltung noch einmal aufgegriffen – neben den Fragen zum Seeadler- und Vogelschutz. Eingeladen sind dazu wieder verschiedene Fachleute, die gemeinsam mit den OSTWIND-Mitarbeitern für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.

Unser nächster Info-Termin mit Ausstellung zum Windpark Bahren West

Themen
Seeadler (Telemetrierung), Vogelschutz und Ausgleichsmaßnahmen

Wann?
Freitag, 25. Januar 2019, von 15.00 bis 18.00 Uhr

Wo?
Geopark-Informationspavillon am Schullandheim in Jerischke

Ab 17.00 Uhr findet dabei jeweils ein vom Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE gGmbH) moderiertes Gespräch über noch vorhandene Fragen und konkrete Anregungen zum Windpark statt. Das KNE ist eine neutrale, gemeinnützige Einrichtung, die der Öffentlichkeit für die Beantwortung von Fachfragen sowie die Begleitung der Energiewende zur Verfügung steht.

Info-Auftakt mit heißen Diskussionen und konstruktiven Beiträgen

Brandschutz, Grundwasser und Seeadler im Fokus

Heiße Diskussionen und sehr konstruktive Beiträge brachte der erste von drei Info-Terminen, die OSTWIND im Januar zum Windpark Bahren West anbietet.

Vor allem die Themen Brandschutz und Grundwasser bewegten die Gemüter der zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger, die sich anhand einer neuen Ausstellung über alle Facetten des geplanten Windparks informieren konnten. Die mit dem Projekt befassten OSTWIND-Mitarbeiter standen darüber hinaus während der gesamten Veranstaltung für Auskünfte zur Verfügung.

Dabei ging es auch darum, gemeinsam herauszuarbeiten, wie und wo in der umliegenden Landschaft die umfangreichen Ersatzmaßnahmen, für die OSTWIND im Rahmen des Projektes aufkommen muss, am sinnvollsten umgesetzt werden können.

Nach dem gut besuchten Start gibt es jetzt zwei inhaltliche Schwerpunkte, die besonders gefragt sind: Brandschutz und Seeadler-Telemetrierung.

Unsere nächsten Info-Termine zum Windpark Bahren West

Wann?
Freitag, 18. Januar 2019, mit dem Schwerpunkt Brandschutz und
Freitag, 25. Januar 2019, mit dem Schwerpunkt Seeadler (Telemetrierung),
jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr

Wo?
Geopark-Informationspavillon am Schullandheim in Jerischke

Ab 17.00 Uhr findet dabei jeweils ein vom Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE gGmbH) moderiertes Gespräch über noch vorhandene Fragen und konkrete Anregungen zum Windpark statt. Das KNE ist eine neutrale, gemeinnützige Einrichtung, die der Öffentlichkeit für die Beantwortung von Fachfragen sowie die Begleitung der Energiewende zur Verfügung steht.

Lesen Sie dazu auch den Bericht aus der Lausitzer Rundschau vom 15.01.2019.

Wir hören beim Thema Infraschall nicht einfach weg!

Infraschall und seine Auswirkungen

Was ist eigentlich Infraschall? Menschen hören nicht einfach nur Geräusche, sondern vielmehr eine Kombination aus Frequenzen, also Tonhöhen, und dem Schalldruckpegel dieser Töne. Die Frequenz, gemessen in Hertz (Hz), gibt die Schwingungen pro Sekunde an, die auf die Ohren treffen. Über das Trommelfell und verschiedene kleine Knochen werden die Schwingungen weiterverarbeitet. Menschen hören im Durchschnitt Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hertz. Besonders angenehm ist der Bereich zwischen 500 und 4.000 Hertz, in dem auch die menschliche Sprache oder Musik liegt.

Der Schalldruckpegel, welcher in Dezibel (dB) gemessen wird, gibt an, mit welchem Druck die Schallwellen auf das Trommelfell treffen. Je höher der Wert, desto lauter ist der Ton. Bei 0 dB liegt die Hörschwelle, also die Grenze des Hörbaren. Ist etwas leiser als 0 dB, nimmt der Mensch es einfach nicht wahr. Eine normale Unterhaltung misst etwa 50 dB. Die Schmerzgrenze liegt bei etwa 120 dB. In diesen Bereichen kann das Gehör geschädigt werden und eine Schwerhörigkeit kann entstehen. Je tiefer die Frequenz wird, umso höher muss der Schalldruckpegel werden, damit die Frequenz vom Menschen wahrgenommen werden kann.

Unter Infraschall werden Schallwellen mit Frequenzen unter 20 Hz bezeichnet. Diese tiefen Frequenzen erfasst der menschliche Hörsinn nicht mehr als Geräusch, sie werden vielmehr als zusätzliches Druckgefühl auf den Ohren wahrgenommen. Hohe Intensitäten oberhalb der Wahrnehmungsschwelle können ermüdend oder konzentrationsmindernd wirken und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Auch Unsicherheits- und Angstgefühle konnten in Laboruntersuchungen auf die Einwirkung von Infraschall zurückgeführt werden.

Infraschall kommt sowohl in der Natur als auch künstlich erzeugt vor. Natürliche Quellen sind etwa Gewitter, Meeresbrandung, Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Bei den künstlichen Quellen können Klima- und Lüftungsanlagen, Baumaschinen, Kompressoren, Pumpen oder Industrieanlagen genannt werden.

Neben dem hörbaren Schall erzeugen Windenergieanlagen auch Infraschall. In Abhängigkeit von Windstärke und Windrichtung entstehende am Ende der Rotorblätter sowie an Kanten, Spalten und Verstrebungen Verwirbelungen. Auch die am Mast vorbeistreichenden Rotorblätter können tieffrequenten Schall erzeugen.

Der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall liegt allerdings schon in der näheren Umgebung deutlich unter den Wahrnehmungsgrenzen des Menschen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind schädliche Wirkungen dadurch nicht zu erwarten. Außerdem besteht kein Zusammenhang zwischen Windenergieanlagen in der näheren Umgebung und dem Gefühl der Belästigung. Das Gefühl der Belästigung ist stärker bestimmt von persönlichen Einstellungen als dem tatsächlichen Geräuschpegel.

Die Wahrnehmung von Infraschall ist sehr individuell. Es gibt Menschen, die unter Beschwerden leiden. Auch wenn die Forschung die vermeintliche Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Anlagen und Symptomen bislang nicht nachvollziehen kann, sind die Beschwerden gleichwohl ernst zu nehmen.

Bislang gilt jedoch, dass Windenergieanlagen im Regelbetrieb keine hohen Schalldruckpegel erzeugen und durch Infraschall verursachte gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht nachgewiesen werden konnten.

Keine Gefahr fürs Grundwasser

Beim Bau eines Windparks gilt es zwei unterschiedliche Bereiche des Grundwasserschutzes zu beachten. Der eine Bereich betrifft die wassergefährdenden Stoffe wie Hydrauliköle, Kühlmittel und Schmierfette, die hier, wie in anderen technischen Einrichtungen auch, zum Einsatz kommen. Zu klären ist dabei, welche Gefährdungskategorie vorliegt, welche Mengen sich in den Anlagen befinden und wie diese im Falle einer Havarie aufgefangen werden. Der zweite Bereich dreht sich um die Fundamente einer Windkraftanlage und die Frage, ob diese einen Eingriff in die Grundwasserschichten darstellen.

Für den ersten Themenkomplex haben alle Hersteller von Windenergieanlagen aufwändige und mehrstufige Schutzkonzepte entwickelt, die einen Austritt von wassergefährdenden Substanzen sicher verhindern. Auch die beim Projekt "Bahren West" geplanten Anlagen verfügen über solche Systeme, die sowohl aktiv als auch passiv einen Austritt von Betriebsstoffen verhindern. Den Genehmigungsbehörden wurden dazu sämtliche Unterlagen zu allen verwendeten Stoffen vorgelegt. Alle haben maximal die niedrigste Wassergefährdungsklasse (WGK 1 = schwach wassergefährdend).

Zur Beantwortung des zweiten Themenkomplexes haben wir ein Hydrologisches Gutachten anfertigen lassen, das ebenfalls als Teil der Genehmigungsunterlagen eingesehen werden kann. Das Gutachten zeigt, dass ein Großteil der Anlagen in Bereichen steht, in denen Grundwasser erst in 5 m Tiefe zu erwarten ist. Ein kleiner Teil der Anlagen im Nordosten steht in einem Bereich, wo das Grundwasser bereits in 4 m Tiefe zu erwarten ist.

Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Fundamente - bezogen auf die Ausdehnung und die Mächtigkeit des oberen Grundwasserleiters - sehr klein dimensioniert sind, und daher keine hydraulische Barriere darstellen. Somit stellen die Fundamente keine Beeinträchtigung für die Strömungsverhältnisse des Grundwassers dar, sondern werden von diesem um- bzw. unterströmt.

Die Fundamenthöhe der in Bahren West geplanten Anlagen beträgt 3,43 m. Die Gründungstiefe beträgt jedoch nur 2,19 m, es verbleibt also ein Teil des Fundamentes (ca. 1,30 m) überirdisch. Somit hat das Fundament, bezogen auf das Grundwasser, keine größeren Auswirkungen als ein unterkellertes Einfamilienhaus.

Teil des Hydrologischen Gutachtens ist auch die Bewertung der Grundwasserdynamik und die Frage, ob die vorliegenden Fließrichtungen durch die Fundamente beeinflusst werden. Auswirkungen des Windparks auf die Grundwasserdynamik sind demnach auszuschließen. Sowohl die vorherrschenden Fließgeschwindigkeiten als auch die Fließrichtungen bleiben unbeeinflusst. Gefährdungen der Haus- und Feuerlöschbrunnen in Raden können aufgrund der vorherrschenden Grundwasserfließrichtung und der vorhandenen Grundwasserscheide ebenfalls ausgeschlossen werden.

Nach dem Ende der Laufzeit werden die Anlagen übrigens mitsamt den Fundamenten vollständig zurückgebaut. Das Material lässt sich komplett recyceln und kommt zum Beispiel in Form von Schotter beim Bau von Straßen oder Radwegen wieder zum Einsatz. Der ehemalige Standort wird dann wieder aufgeforstet, sodass keine Spuren zurückbleiben.

Info-Termine und Ausstellung zum Windpark Bahren West

Unsere Info-Termine zum Windpark Bahren West

Wann?

Freitag, 11. Januar 2019

Freitag, 18. Januar 2019

Freitag, 25. Januar 2019,

jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr

Wo?

im Geopark-Informationspavillon am Schullandheim in Jerischke

Natur- und Brandschutz im Windpark Bahren West

Unsere Stellungnahme zum Leserbrief "Wichtige Ergänzungen" über den Windpark Bahren West in der Lausitzer Rundschau vom 7. Dezember 2018

Der von uns geplante und sich derzeit im Genehmigungsverfahren befindliche Windpark Bahren West in der Gemeinde Neiße-Malxetal ist ein Leuchtturm-Vorhaben für die Energiewende in der Region mit großer Bedeutung für den Landkreis Spree-Neiße. Deshalb begrüßen wir es sehr, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger der Standortgemeinden eingehend über das Vorhaben informieren. Wir kommen diesem Interesse mit einer eigenen Projekt-Website (www.windpark-bahren-west.de) nach und werden in den kommenden Wochen auch vor Ort Rede und Antwort stehen.

In dem oben genannten Leserbrief wurden über den neuen Windpark einige Sorgen bezüglich des Natur- und Brandschutzes geäußert, die wir ernst nehmen und auf die wir gerne eingehen wollen. Wir müssen aber auch verschiedenen ungerechtfertigten Vorwürfen ganz entschieden entgegentreten.

Schutz des Seeadlers

So verurteilen wir Störungen von Brutvögeln und das Zerstören von Horsten ebenfalls aufs Schärfste. Naturschutzfrevel wie dieser bietet keine Basis für den Ausbau der Windenergie, wie wir ihn wollen und für notwendig halten.

Davon auszugehen, dass ein gewaltsam herbeigeführtes Verschwinden des Seeadlers die Genehmigungslage vereinfacht, ist ein - wenn auch vielleicht naheliegender - Trugschluss. Das Gegenteil ist der Fall: Da registrierte Horste für mehrere Jahre Bestandschutz genießen, selbst wenn sie zerstört oder in einzelnen Jahren nicht benutzt werden, gibt es statt einer vermeintlichen Erleichterung bei der Genehmigung vor allem eine weitere Verzögerung. Denn nur mit Hilfe eines lebenden Seeadlers kann die Fachbehörde die Tauglichkeit eines Schutzkonzeptes überprüfen. Nicht zuletzt aus diesem Beweggrund haben wir in Bahren West eine "Seeadlerhorst-Schutzzone" ins Leben gerufen, die einen langfristigen Bruterfolg gewährleisten soll.

Um exakte Informationen über die Raumnutzung des Seeadlers zu erhalten, wurde 2017 ein Forschungsprojekt zu dessen Telemetrierung beantragt und von den Fachbehörden genehmigt. Telemetrie dient der Erfassung von freilebenden Tieren und ist in vielen Bereichen des Artenschutzes heute Standard. In Bahren West regeln strenge Auflagen den Fang als solches. So ist ein erfahrener Experte benannt worden, der allein zum Vogelfang befugt ist. Die Ergebnisse des derzeit noch laufenden Forschungsvorhabens können wichtige Erkenntnisse auch über die hiesige Seeadlerpopulation hinaus generieren und damit zum Schutz der Art beitragen.

Erstmals in Deutschland wird bei diesem Windpark ein automatisches 3D-Radar-System zum Einsatz kommen. Es erkennt selbst Kleinvögel im Umkreis von 6 km in Echtzeit und kann aus den erfassten Daten den Seeadler herausfiltern. Darauf abgestimmt werden um die zukünftigen Windkraftanlagen herum Sicherheitsbereiche definiert. Fliegt ein Seeadler selbst mit hoher Geschwindigkeit in diesen Bereich, wird der Rotor umgehend und rechtzeitig gestoppt, bevor der Seeadler diesen erreichen kann.

Mit diesem System ist es möglich, während der gesamten Betriebszeit der Anlage - rund um die Uhr, bei allen Witterungsbedingungen und sekundengenau - zu erfassen, wie sich der Seeadler im Umfeld der Anlagen bewegt. Somit wird nicht nur eine Gefährdung im Windpark Bahren West ausgeschlossen, sondern wiederum weiteres wertvolles Datenmaterial zum Schutz der Spezies geliefert.

Brandschutzkonzept

Im Rahmen unserer Planung für den Windpark Bahren West haben wir ein sehr detailliertes und auf den Standort bezogenes Brandschutzkonzept erstellt. Dieses wird im Zuge des Genehmigungsverfahrens eingehend von den Fachbehörden geprüft. Um das von Experten als prinzipiell gering eingestufte Gefährdungspotenzial von Windenergieanlagen noch weiter zu begrenzen, werden bei allen Projekten in Brandenburg verpflichtend automatische Löscheinrichtungen im Innern der Anlagen gefordert. Dies gilt selbstverständlich auch für das Projekt Bahren West.

Zusätzlich werden wir im Zuge der Projektrealisierung die Belange der Feuerwehr noch mit weiteren Maßnahmen unterstützen. Hierzu gehören auf die Situation vor Ort abgestimmte Einsatzpläne, ein kamerabasiertes Waldbrand-Früherkennungssystem, die Installation neuer Wasserentnahmestellen sowie die Erneuerung der Brandschutz-Schneisen. Wir sorgen mit dem Bau des Windparks also für eine echte Verbesserung der Brandschutzinfrastruktur, was der Feuerwehr vor Ort sehr entgegenkommt und den lokalen Brandschutz insgesamt deutlich aufwertet.

Christoph Markl-Meider

OSTWIND Unternehmenskommunikation

Regensburg / Potsdam, 12.12.2018

Wind bewegt. Was bewegt Sie?

Der Windpark Bahren West ist ein Projekt mit herausragender Bedeutung für die regionale Energiewende im Landkreis Spree-Neiße. Umso mehr gilt hier unser Anspruch: Gemeinsam an Energie gewinnen!

Offene Information und vertrauensvolle Zusammenarbeit, das zeigt unsere langjährige Erfahrung, sind Voraussetzung für den Erfolg und die Akzeptanz gerade eines solch ambitionierten Projekts. Deshalb laden wir die Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Orte herzlich ein, sich bei allen Fragen rund um den neuen Windpark direkt an uns zu wenden. Wir werden uns bemühen, Ihnen zeitnah über anstehende Planungen und die nächsten Schritte Auskunft zu geben.

Begleitet wird das Projekt von umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen, die der Region und den Standortgemeinden zugute kommen. Vielleicht haben Sie Anregungen und Ideen, wo der Bedarf am größten ist und die Investitionen am besten aufgehoben wären. Melden Sie sich einfach bei uns!

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören – und auf einen regen und konstruktiven Austausch.

Ihr Ansprechpartner: Augustin Köllner

Ihr Ansprechpartner

Augustin Köllner
OSTWIND-Niederlassung Ost
Tel. +49 (0) 331/ 62 64 68 0
wp-bahren-west@ostwind.de

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